Vergleich
Onyx (früher Danswer) durchsucht Ihre Dokumente berechtigungsbewusst per RAG: Sie chatten mit Ihrem Wissen, und die Antworten halten die Quellrechte ein. Pinchy ist eine Agenten-Plattform, in der der Agent in Ihren Werkzeugen handelt, mit Berechtigungen pro Agent und einem signierten Audit-Trail. Beide laufen selbst-gehostet, beide setzen auf den Chat. Doch ihre Aufgabe ist verschieden.
Der zentrale Unterschied
Binden Sie über 50 Quellen an und fragen Sie los. Onyx durchsucht Ihre Dokumente und Apps und antwortet im Chat. Dabei wahrt es die Rechte der Quellsysteme. Sein Schwerpunkt: finden und antworten.
Pinchy-Agenten antworten nicht nur: Sie legen den Auftrag in Odoo an, entwerfen und versenden die E-Mail, posten in Telegram. Sie handeln, aber begrenzt, und holen Ihre Freigabe, wo es darauf ankommt.
Onyx ist stark bei der Berechtigungssynchronisation auf Dokumentebene: Antworten übernehmen aus der Quelle, wer was sehen darf. Pinchy ist stark bei der Governance des Handelns: welche Werkzeuge ein Agent nutzen darf, dazu ein signierter Nachweis für jeden Aufruf.
Direkter Vergleich
Stand Juni 2026. Aktuelle Details finden Sie in den Preisangaben und Docs des jeweiligen Projekts.
| Onyx | Pinchy | |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Wissenssuche & RAG | Agenten, die handeln |
| Lizenz (Kern) | MIT (Enterprise-Verzeichnisse separat lizenziert) | AGPL-3.0 |
| Konnektoren / Integrationen | Über 50 Quell-Konnektoren | Odoo, Gmail, Telegram, Web, Docs |
| Tiefe der Suche / RAG | Hybride Suche, Wissensgraph | Dateibasierte Wissensdatenbank |
| Berechtigungssync für Dokumente | Ja (selbst-gehostet, EE) | Nicht vorgesehen |
| Werkzeug-Berechtigungen pro Agent | Nicht das Kernmodell | Allow-List pro Agent |
| RBAC & Gruppen (selbst-gehostet) | Enterprise Edition | Rollen frei, Gruppen in Pro |
| Audit der Agenten-Aktionen | Anfrageverlauf / Analytik | Je Zeile HMAC-signiert, CSV-Export |
| Lokale Modelle | Ja (Ollama, vLLM, LiteLLM) | Ja (Ollama), voll offline |
| Selbst-gehostet | Ja | Ja (erstklassig, GHCR-Images) |
Ehrlich gesagt
Über 50 Quell-Konnektoren (Google Drive, Slack, Confluence, Salesforce, SharePoint und mehr) mit starker hybrider Suche. Für die firmenweite Suche deckt Onyx weit mehr ab als Pinchys Integrationsliste.
Onyx erbt die Zugriffslisten der Quellsysteme. Antworten zeigen also nur Dokumente, die ein Nutzer ohnehin sehen darf. Für den Wissenszugriff geht das tiefer als Pinchys Werkzeug-Allow-Lists. Pinchy spiegelt keine Quell-ACLs.
Rund 30k GitHub-Sterne (Juni 2026), eine Seed-Runde über 10 Mio. USD und SOC 2 Type II laut eigenen Angaben des Unternehmens. Onyx steht auf der Reife- und Vertrauenskurve weiter vorn als das frühe Pinchy.
Lautet die Hauptaufgabe „das Firmenwissen alles fragen“, sind Onyx’ Suche und Recherche-Agenten genau dafür gebaut. Pinchys Wissensdatenbank ist dateibasiert und einfacher.
Wo Pinchy gewinnt
Lesen und Antworten ist der Anfang. Pinchy-Agenten legen Datensätze in Odoo an, entwerfen und versenden E-Mails, posten in Telegram. Die Aufgabe ist das Tun, nicht nur das Finden.
Jeder Agent startet ohne Werkzeuge. Admins schalten jedes Werkzeug einzeln frei, pro Agent. Jeden Werkzeug-Aufruf hält ein einzeln signierter Audit-Trail fest. Soweit wir wissen, dokumentiert Onyx keine kryptografische Signatur seiner Protokolle.
Pinchys Rollen und der signierte Audit-Trail sind AGPL und frei. Beim selbst-gehosteten Onyx sitzen RBAC, SSO und Berechtigungssync in der Enterprise Edition.
Pinchy bringt eine tiefe Odoo-Integration mit: Bestand abfragen, Aufträge anlegen, einen Wareneingang aus einem Foto buchen, alles aus dem Chat oder aus Telegram. Im ERP zu handeln ist ein erstklassiger Anwendungsfall.
Bevor ein Agent eine E-Mail sendet oder in ein Geschäftssystem schreibt, entwirft er und fragt nach einer Bestätigung. Der Mensch bleibt im Spiel, von Haus aus, nicht erst nachgerüstet.
Der Lizenzschlüssel wird offline geprüft, und Pinchy sendet keine Telemetrie. Was auf Ihrer Infrastruktur läuft, bleibt auf Ihrer Infrastruktur, air-gapped, wenn Sie es wollen.
Entscheidungshilfe
die Aufgabe sicheres Fragen und Antworten quer durch viele Dokumente und Apps ist. Die Breite der Konnektoren zählt. Antworten müssen einhalten, wer in den Quellsystemen was sehen darf.
die Aufgabe Agenten verlangt, die in Geschäftssystemen handeln, vor allem in Odoo. Sie brauchen Werkzeug-Berechtigungen pro Agent, eine Freigabe durch den Menschen und einen signierten Nachweis jeder Aktion.
Onyx die firmenweite Wissenssuche abdeckt und Pinchy die Agenten stellt, die auf das Gefundene reagieren. So decken beide zwei aufeinanderfolgende Schritte desselben Ablaufs ab.
FAQ
An der Oberfläche überschneiden sie sich, im Kern unterscheiden sie sich. Onyx (früher Danswer) durchsucht Ihr Unternehmenswissen berechtigungsbewusst per RAG: Sie chatten mit Ihren Dokumenten, und die Antworten halten die Rechte der Quellsysteme ein. Pinchy ist eine Agenten-Plattform, in der der Agent in Geschäftssystemen handelt. Lautet die Aufgabe sicheres Fragen und Antworten quer durch Dokumente, passt Onyx. Lautet sie Agenten, die unter Admin-Kontrolle in Werkzeuge wie Odoo lesen und schreiben, passt Pinchy.
Ja. Die Community-Edition von Onyx bringt eigene Agenten, Aktionen, MCP-Unterstützung und einen Recherche-Agenten mit. Der Schwerpunkt liegt auf Wissensarbeit: suchen, abrufen und antworten, quer durch alle angebundenen Quellen. Pinchys Schwerpunkt ist die Handlungs-Governance: Agenten, die begrenzt in Geschäftssystemen handeln und dabei jede Aktion im Audit-Trail signieren.
Ja. Onyx läuft selbst-gehostet und unterstützt lokale Modelle ausdrücklich über Ollama, vLLM und LiteLLM, dieselbe Richtung wie Pinchy mit Ollama. Die Unterstützung lokaler Modelle unterscheidet die beiden nicht.
Beim Selbstbetrieb schließt die Enterprise Edition von Onyx mehreres ein: SSO/OIDC/SAML, Nutzergruppen und RBAC, die Sync-Konnektoren (sie erben die Dokument-ACLs aus den Quellsystemen), Nutzungs-Analytik und verschlüsselte Geheimnisse. Die Community-Edition ist MIT-lizenziert und enthält Chat, RAG, Agenten, Aktionen und über 50 Konnektoren. Pinchys freies AGPL-Tier enthält Admin- und Mitglieder-Rollen sowie einen manipulationssichtbaren, HMAC-signierten Audit-Trail. Nutzergruppen gehören zu Pinchys pauschalem Pro-Tier. Stand Juni 2026.
Nutzen Sie Onyx, wenn die Kernaufgabe lautet: Ein Team stellt Fragen quer durch viele Dokumente und Apps, und die Antworten halten ein, wer was in den Quellsystemen sehen darf. Die Breite der Konnektoren und die Qualität der Suche sind stark. Nutzen Sie Pinchy, wenn Sie Agenten wollen, die in Geschäftssystemen handeln, mit Werkzeug-Berechtigungen pro Agent und einem signierten Nachweis jeder Aktion.
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